Kennst du diese Situation? Das Business drängt auf mehr E-Mails – du zückst deine Engagement-Daten, Abmeldekurven und Bounce-Statistiken, um das zu verhindern. Das Ergebnis: Friction, Frust, und nichts geändert. Dela Quist schlägt in diesem Artikel einen anderen Weg vor – einen, der dich als proaktiven Marketer positioniert und das Budget erhöht, statt nur das Volumen zu drosseln.
Die Umkehr: Vom „Nein” zum „Ja, wenn…”
Der klassische Marketer-Reflex auf „Sende mehr E-Mails!” ist Abwehr. Delas Ansatz dreht das um: Statt zu bremsen, nutzt du die Gelegenheit, um die richtigen Voraussetzungen einzufordern. Du machst mehr Volumen von mehr Ressourcen abhängig – und positionierst dich dabei als jemand, der Chancen sieht, nicht Risiken.
When handled strategically, sending more emails can lead to better results and more satisfied subscribers.
Zuerst: Die vergessenen E-Mails finden
Bevor du überhaupt neue Kampagnen planst, solltest du prüfen, welche wertvollen E-Mails du noch gar nicht sendest. Dela listet eine Reihe von Kampagnen-Typen auf, die viele Brands vernachlässigen: Abandoned-Browse-Mails, Geburtstags-E-Mails, Jahrestags-E-Mails, Reaktivierungs-Kampagnen, Wiederkauf-Erinnerungen, saisonale Anlässe.
Diese Mails sind nicht einfach „mehr Mails” – sie sind relevant, personalisiert und zeitlich passend. Sie erhöhen das Volumen auf sinnvolle Weise und sind gleichzeitig das beste Argument dafür, mehr Budget zu bekommen.
Das ist übrigens exakt das, was wir in unserem Onboarding bei Neukunden als erstes checken: Welche Automation-Flows fehlen noch? Oft sind es genau diese Trigger-basierten Mails – Baustein 6 im TEN BRICKS-Modell –, die das schnellste Umsatz-Uplift-Potenzial haben.
Wie mehr Volumen klug umgesetzt wird
Drei weitere Hebel, die Dela beschreibt:
Daten für Segmentierung nutzen: Mehr E-Mails bedeuten nicht, alle mit allem zu beschicken. Präzise Segmentierung nach Verhalten und Präferenzen sorgt dafür, dass das zusätzliche Volumen nicht als Spam wahrgenommen wird.
A/B-Tests kontinuierlich betreiben: Mehr Versandvolumen schafft auch mehr Testmöglichkeiten. Wer Betreffzeilen, Inhalte und Sendezeiten konsequent testet, verbessert jeden einzelnen Versand.
Engagement-Metriken im Blick behalten: Öffnungsraten, Klickraten und Konversionen müssen nach Frequenzerhöhungen genau beobachtet werden. Nicht um zu bremsen, sondern um die Stellschrauben zu kennen.
Budget anfragen – aber richtig
Delas unerwarteter Rat: Wenn das Business mehr E-Mails will, frag um mehr Budget. Mehr Volumen bedeutet mehr Arbeit – mehr Content, mehr Tests, bessere Tools. Eine gut begründete Budgetanfrage, die auf klaren Zielen und Best Practices basiert, zeigt Professionalität. Und: Wer ein Budget bekommt, ist auch in der Pflicht, Ergebnisse zu liefern. Das schärft die Qualität der ganzen Kampagnenarbeit.
Den vollständigen Artikel von Dela Quist mit Schritt-für-Schritt-Empfehlungen findest du auf OnlyInfluencers. Besonders hilfreich für E-Mail-Marketer, die intern unter Druck stehen, mehr zu versenden – und die das strategisch statt reaktiv angehen wollen.