Eine Agentur hat den E-Mail-Versand für einen ihrer Kunden um 351.000 Mails reduziert — und gleichzeitig die Öffnungsrate auf 51,5 % hochgeschraubt. Weniger ist mehr. Aber nur, wenn das Wenige gut ist.
Genau darum geht es Chase Dimond und Jimmy Kim in ihrem eCom Email Marketer-Newsletter: Wie bringt KI Dein E-Mail-Programm voran — ohne dass alles klingt wie von einer generischen Maschine geschrieben?
AI doesn't write better emails than you. But it does let you write five times as many without sacrificing quality.
Das ist der Unterschied, auf den es ankommt. KI schreibt keine besseren E-Mails als Du. Aber sie beendet das leere-Seite-Problem. Und das ist revolutionärer, als es klingt.
Das leere-Seite-Problem
Jede Person, die viel E-Mail-Copy schreibt, kennt das Gefühl: Du hast das Brief, das Angebot, die Zielgruppe — und trotzdem starrt Dich der Cursor an. Diese erste Drafting-Phase, in der man aus dem Nichts etwas baut, frisst unverhältnismäßig viel kreative Energie. Und es ist selten der Moment, in dem die besten Ideen entstehen.
KI verschiebt den Startpunkt. Statt bei null zu beginnen, hast Du sofort einen strukturierten Entwurf, auf den Du reagieren kannst. Die Phase “etwas erfinden” wird zu “etwas formen” — und da findet der beste menschliche Urteilsvermögen statt. Das eingesparte Zeit fließt zurück in die Teile, die wirklich zählen: Tonalität, Markenstimme, strategische Entscheidungen.
Der 5-Schritte-Workflow
Jimmy und Chase beschreiben einen konkreten Prozess, der den Unterschied zwischen einem guten und einem mittelmäßigen KI-Einsatz ausmacht:
1. Detailliertes Brief schreiben — Das Wichtigste zuerst: Alles Downstream ist nur so gut wie das Brief, das Du der KI gibst. Vage Eingabe = vage Ausgabe. Ein starkes Brief nennt die konkrete Audience (z.B. “Erstkäufer, die seit 45 Tagen nicht bestellt haben”), das klare Ziel, das spezifische Produkt und die eine Kernbotschaft.
2. Ideen generieren lassen — KI als Brainstorming-Partner: Lass Dir 15–20 Kampagnenwinkel vorschlagen. Nicht alle werden gut sein — aber einige werden Winkel sein, auf die Du alleine nicht gekommen wärst. Deine Aufgabe: die besten auswählen und kuratieren.
3. Schnell Entwürfe produzieren — Betreffzeilen, Preheader, Body Copy, CTAs, SMS-Varianten — alles in einem Durchgang. Was früher einen halben Tag Schreibarbeit bedeutete, dauert jetzt 20 Minuten. Die KI-Entwürfe sind strukturell solide, aber tonell flach: Dein Editing gibt ihnen die Stimme.
4. Personalisierung skalieren — Dieselbe Kernbotschaft für Neukunde, VIP und inaktiven Käufer in drei verschiedenen Tönen — in der Zeit, die früher für einen einzelnen Text gereicht hat. Das ist die echte Hebelwirkung: Personalisierung ohne Ressourcenproblem.
5. Mehr Varianten testen — Statt zwei Betreffzeilen kannst Du acht testen. Mehr Varianten bedeuten schnelleres Signal. Schnelleres Signal bedeutet schnellere Lernkurve. Diese Kurve kompoundiert sich über die Zeit.
Wo KI aufhört
Chase und Jimmy sind in einem Punkt sehr klar: KI ist kein Stratege. Sie kennt Deine Geschäftsziele nicht, sofern Du sie ihr nicht sagst. Sie versteht die kulturellen Referenzen nicht, die Deine Marke erst interessant machen. Und sie kann kein Qualitätsurteil darüber treffen, ob ein kreatives Risiko sich lohnt.
Die Marketer, die gerade die besten Ergebnisse erzielen, nutzen KI um ihren eigenen Geschmack zu skalieren — nicht um ihn auszulagern.
Den vollständigen Newsletter lohnt sich, gerade wenn Du gerade herausfindest, wie KI in Dein E-Mail-Workflow passt. Kurz: Wenn Du einen Shopify-Shop mit aktivem E-Mail-Programm betreibst und noch kein repelierbares KI-Workflow hast — fang hier an.