Juli ist der Monat, in dem viele Brands faul werden. Prime Day ist vorbei, die große Sommersale-Phase läuft aus, und die Hälfte der Kunden ist im Urlaub. Die Default-Reaktion: weniger schicken, auf den nächsten großen Anlass warten, vielleicht noch einen harmlosen Rabatt-Code rauswerfen.
Jimmy Kim und Chase Dimond vom eCom Email Marketer haben im Juli-Newsletter eine andere Perspektive präsentiert: Die stärksten DTC-Brands aus ihrem Juni-Inbox-Audit haben nicht weniger gesendet — sie haben bessere Gründe gefunden, um zu senden. Hier sind acht Ideen, die direkt aus echten Juni-Kampagnen stammen.
The brands that stood out in June were the ones that created genuine relevance; giving customers a compelling reason to pay attention, engage, and care.
1. Den Restock zur Kampagne machen
Barebells, HUMANTRA und Dippin’ Daisys haben ausverkaufte Produkte nicht einfach mit einer “Es ist wieder da”-Mail behandelt, sondern eine mehrstufige Sequenz daraus gebaut: Ankündigung vor Ankunft, Early Access für Wartelisten-Abonnenten, Launch, Restmengen-Reminder. Wer einen Artikel auf eine Warteliste gesetzt hat, zeigt maximale Kaufabsicht — das verdient mehr als eine Transaktions-Mail.
2. Sommer-Momente als Aufhänger nutzen
Reisen, Strandtaschen, Outdoor-Aktivitäten, Camping — Deine Kunden denken gerade an ihre Pläne, nicht an Deine Produkte. Brands, die ihre Mails in den Lebenskontext der Kunden einbetten statt ums Produkt herumzubauen, bekommen die Aufmerksamkeit. “Was kommt in meine Strandtasche?” schlägt “Neue Sommerkollektion” fast immer.
3. Den Kalender als Content-Maschine behandeln
Die stärksten Brands warten nicht auf Black Friday. Sie bauen sich einen fortlaufenden Kalender aus kleineren Anlässen: Nationalfeiertage, Jubiläen, Sporting Events, Community-Momente. In Klaviyo lässt sich das wunderbar mit Segment-Filtern nach Kaufhistorie und Interessen verbinden.
4. Cultural Moments borgen
Malbon hat Kampagnen rund um die US Open gebaut. Wild hat Disney-Kollaborationen genutzt. Keiner dieser Brands hat sein Produkt verändert — sie haben ihre Marke in laufende Gespräche eingehängt. Die Frage ist: Welche Kulturgespräche sind gerade relevant für Deine Zielgruppe?
5. Mails von echten Menschen schicken
Ghia und HUMANTRA haben regelmäßig Mails verschickt, die wie persönliche Nachrichten einer Gründerin oder eines Team-Mitglieds wirken. Keine Marken-Rhetorik, kein Corporate-Ton. Das erzeugt eine andere Art von Engagement — und stärkt die Beziehung in Phasen, in denen keine Promotion läuft.
6. Launches nutzen, um neue Zielgruppen zu erreichen
Dippin’ Daisys hat eine “Mommy & Me”-Kollektion als Einstiegspunkt in eine völlig neue Käufergruppe genutzt. Die Frage war nicht “Wie verkaufen wir dieses Produkt?” sondern “Wen können wir mit diesem Produkt erreichen, den wir bisher nicht hatten?“
7. Rabatte klüger einsetzen
Wenn Rabatte, dann mit Strategie. Native, EADEM und Tropicfeel haben im Juni gestaffelte Schwellenwerte genutzt, die den AOV erhöhen statt die Marge zu erodieren. “20% auf ein Produkt, 25% auf zwei, 30% auf drei” ist kein Preis-Schnitt — es ist ein AOV-Hebel.
8. Etwas geben, das größer ist als eine Promo
Ghia hat seinen sechsten Geburtstag als Mail gefeiert. cocokind hat eine Charity-Initiative vorgestellt. Das sind keine Kaufauslöser im klassischen Sinne — aber sie bauen das Vertrauen auf, das zukünftige Promos dann tragen müssen.
Das Original bei eCom Email Marketer zeigt für fast jede Idee konkrete Brand-Screenshots. Wenn Du gerade Deinen Juli-Kalender füllst, ist das eine solide Ideenquelle — besonders nützlich für alle, die das Discount-Hamsterrad verlassen wollen.