Hier ist eine Frage, die ich gerne stelle: Was passiert, wenn ein neuer Besucher Deinen Shop betritt und nichts kauft? Bei einem stationären Laden würde er einfach wieder gehen. Im Online-Shop kann er – wenn Du es richtig aufgesetzt hast – erst gehen, nachdem er seine E-Mail-Adresse dagelassen hat.
Jax Connelly beschreibt in diesem ausführlichen Klaviyo-Artikel sehr präzise, warum Sign-up-Formulare eines der renditeträchtigsten Werkzeuge im E-Commerce sind. Und zeigt 13 Strategien, wie man sie richtig aufsetzt.
If you don't have a sign-up form that converts a user—gets someone to actually sign up for your list—generating real revenue out of your owned marketing program is going to be a challenge.
Das stimmt. Und wer meinen Ansatz kennt: Ohne belastbaren Verteiler gibt es kein belastbares E-Mail-Marketing. Baustein 2 in meinem 10-Bricks-Modell ist Reichweite – und das Anmeldeformular ist der wichtigste Baustein dieses Bausteins.
Die wichtigsten 13 Best Practices
Ich wähle hier die sieben, die ich für am wirkungsvollsten halte:
1. Incentive mit Ziel abstimmen – Es muss einen Grund geben, sich einzutragen. Das muss kein Gutschein sein, aber es muss etwas Wertvolles sein. Rabatte funktionieren am besten für kaufbereite Besucher; Content-Ressourcen für weniger kaufintensive Zielgruppen. Wer beide testet, weiß, was für seine Liste besser funktioniert.
2. Nicht jedem Besucher dasselbe Formular zeigen – Blog-Leser haben andere Absichten als Shop-Browser. Die Formulare sollten das widerspiegeln – unterschiedliche Incentives, unterschiedliche Texte, unterschiedliche Triggers.
3. Wert prominent platzieren – Der Offer steht oben. Nicht versteckt in einem kleinen Text. Nicht nach zwei Absätzen. Oben. Direkt sichtbar.
4. Kurz halten – zumindest für den Einstieg – E-Mail-Adresse reicht. Erst-Name-Felder senken schon die Conversion-Rate. Was Du an weiteren Infos brauchst, bekommst Du hinterher – via Quiz, Post-Purchase-Umfrage oder Segmentierungsfragen.
5. Multi-Step-Formulare einsetzen – Mehrstufige Formulare performen besser als einstufige. Median Submission Rate: 2,85% (E-Mail multi-step) vs. 2,27% (single-step). Die “Micro Yes”-Methode ist besonders wirksam: Erst fragen, ob der Besucher ein Angebot möchte (Klick auf Ja/Nein) – dann erst das Formularfeld zeigen. Das erzeugt Commitment, bevor der Besucher überhaupt seine E-Mail eintippt.
6. SMS auf dem zweiten Schritt abfragen – Wer auf Schritt 1 die E-Mail gibt, ist offen für Schritt 2. Etwa die Hälfte der Leute, die sich für E-Mail eingetragen haben, gibt auch ihre Telefonnummer, wenn sie klar erklärt bekommen, was sie dafür erhalten.
7. Nach dem Submit nicht aufhören – Was passiert nach dem Klick? Wenn die Antwort “nichts sichtbares” ist, verschenkt Du eine Chance. Eine klare Thank-you-Page, die den versprochenen Coupon-Code zeigt und zum nächsten Schritt einlädt, erhöht sofort die Erstbestellrate.
Was das Thema Mobile angeht: Mehr als 50% des Web-Traffics kommt von mobilen Geräten. Mobile Formulare müssen simpel sein: flache Farben, große Headlines, kein Lifestyle-Foto, klarer Text. Separate mobile Formulare oder Klaviyos adaptive Builder sind hier die Best Practice.
Das Original hat für jeden der 13 Punkte Screenshots, Daten und Fallbeispiele von Marken wie Wilkinson Sword, Our Place und Josh Wood Colour. Besonders lesenswert, wenn Du Deinen Verteiler aktiv wächst und merkst, dass Deine Formulare noch nicht das leisten, was sie leisten könnten.