Zwei Plattformen, doppelter Aufwand, und am Ende weiß keiner mehr genau, welcher Kanal welchen Umsatz gebracht hat. Das ist die Realität vieler E-Commerce-Brands, die E-Mail und SMS mit unterschiedlichen Tools betreiben.
Klaviyo hat das sehr detailliert aufgeschlüsselt – und die Erkenntnisse sind eindeutig: Wer E-Mail und SMS getrennt führt, verschenkt erhebliches Potenzial.
Das Problem mit getrennten Systemen
Wenn E-Mail und SMS in verschiedenen Tools laufen, entstehen automatisch Datensilos. Die Kundenprofile sind fragmentiert. Das Marketing-Team baut Kampagnen doppelt auf. Und das Schlimmste: Umsätze werden oft beiden Kanälen zugeschrieben – was die echte Performance komplett verwischt.
Tata Harper, eine Luxus-Naturkosmetik-Brand, kennt dieses Problem aus eigener Erfahrung. Vor der Konsolidierung war Performance-Analyse eine Qual. Alexandra Barlowe, ihre DTC-Marketingchefin, beschreibt es so: Es sei einfach eine unhandlichere Erfahrung gewesen. Nach dem Wechsel auf eine einheitliche Plattform wuchs ihr zugeordneter Gesamtumsatz im ersten Quartal 2024 um 43 % (!!!).
The benefits of channel consolidation go beyond just efficiency. Fragmented marketing tech stacks hinder growth for SMB and enterprise brands.
Was echte Konsolidierung bringt
Der Guide zeigt drei große Vorteile, die über reine Effizienz hinausgehen:
Einheitliche Attribution: Wenn E-Mail und SMS über dieselbe Plattform laufen, wird Umsatz nicht mehr doppelt gezählt. Jede Conversion wird dem richtigen letzten Touchpoint zugeordnet. Das macht Entscheidungen endlich datenbasiert statt bauchgefühlbasiert.
Intelligentes Kanal-Routing: Aus dem kombinierten Engagement-Profil lässt sich ableiten, welcher Kanal für welchen Kunden zum richtigen Moment funktioniert. Bei Low-Intent-Aktionen (z.B. Site Abandonment) startet man mit E-Mail, SMS folgt nur wenn nötig. Bei High-Intent (Cart Abandonment) umgekehrt: erst SMS, dann E-Mail als Follow-up.
Cross-Channel-Segmentierung: Wer beide Kanäle im selben System hat, kann Segmente aufbauen, die das vollständige Verhalten abbilden. Klickraten aus E-Mail und SMS gemeinsam auswerten. Kunden, die via SMS kaufen aber E-Mail ignorieren, gezielt anders bespielen.
Praxisbeispiele, die sprechen lassen
Linksoul, eine Bekleidungsmarke, hatte E-Mail bereits in Klaviyo und ergänzte SMS. Das Ergebnis: 82 % mehr Flow-Umsatz im Jahresvergleich – allein dadurch, dass SMS-Nachrichten in bestehende Automations-Flows integriert wurden.
Laura Geller, eine Beauty-Brand, verdoppelte die SMS-Kampagnenfrequenz und testete mit einem Holdout-Test, ob das Engagement schadet. Ergebnis: Fast durchgehend positiv. Im ersten Jahr mit Klaviyo SMS wuchs ihr SMS-Umsatz pro Quartal um das 3,9-fache.
Das ist im Übrigen komplett in line mit dem, was wir in Kundenprojekten sehen: Der Aufbau eines zweiten Kanals zahlt sich am meisten aus, wenn beide Kanäle von denselben Daten profitieren. Getrennte Systeme erzwingen immer Kompromisse.
Drei Schritte zum Einstieg
Wer noch getrennte Systeme betreibt, muss das nicht über Nacht ändern. Der Guide empfiehlt drei Prioritäten:
Erstens: Eine einheitliche Datenbasis schaffen. Ein Kundenprofil für alle Touchpoints.
Zweitens: Kanal-Auswahl datengetrieben treffen. Wer E-Mail öffnet, bekommt E-Mail. Wer nie öffnet, bekommt SMS. Diese einfache Logik in Flow-Splits abbilden.
Drittens: Attribution klären. Nie mehr doppelt gemessener Umsatz. Klare Regeln, welcher Kanal welche Conversion bekommt.
Das Original ist ein sehr ausführlicher Guide mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Customer Journey, erweiterten Segmentierungsstrategien und Skalierungstaktiken. Wer ernsthaft an der Verzahnung von E-Mail und SMS arbeitet, sollte ihn lesen. Besonders lohnt er sich, wenn Du bereits Klaviyo nutzt und noch getrennte SMS-Tools im Einsatz hast – dann ist der Business Case für Konsolidierung nach diesem Artikel glasklar.