„Wenn ich keine Rabattcodes verschicken darf – was schicke ich dann?” Diese Frage bekam Adam Kitchen von Magnet Monster auf LinkedIn gestellt. Und sie ist symptomatisch: E-Mail wird seit Jahren als reiner Rabatt-Kanal missverstanden. Dabei ist eine geöffnete Mail eines der intimsten Intent-Signale überhaupt – niemand entscheidet sich, eine Anzeige zu sehen, aber jeder entscheidet sich bewusst, eine Mail zu öffnen.
Adam sagt hier etwas, auf das ich auch immer wieder hinweise: E-Mail ist ein Gesprächskanal, kein Verkaufsautomat. Er nennt sechs Wege, Deine Kundschaft zu binden, ohne sie mit Gutscheinen zuzuschütten.
Gewinnspiele. Die meisten Marken machen das auf Social, kaum jemand per Mail – ein Fehler. Wer Leute zum Antworten und Mitmachen bringt, produziert genau die Öffnungen, Klicks und Replies, die Gmail und Outlook als „guter Absender”-Signale werten.
Content-Distribution. Der gute alte Newsletter ist eine fast verlorene Kunst. Blogartikel, Tutorials, Videos – all das darfst und sollst Du verteilen. Adams Faustregel zur Dauerfrage „Wert in der Mail oder auf der Website?”: Kurzes direkt in die Mail (weniger Reibung), Langes und Videos auf die Website (passenderes Medium).
Surveys und qualitative Forschung. Umfragen liefern Dir Wissen über Deine Kundschaft und erzeugen hohe Öffnungs- und Klickraten, weil der Kunde im Mittelpunkt steht.
Focus on ways to engage and delight customers and sales will come naturally as a bi-product of the customer experience, without devaluing your brand.
Produkt-Education. Der Unterschied zu einem Angebot? Education braucht keinen Rabatt. Besondere Zutaten, ein Herstellungs-Detail, eine Haltung – solche Mails performen laut Magnet Monster umsatzseitig oft genauso stark wie direkte Angebote, ohne die Marge zu zerstören oder die Marke billig wirken zu lassen.
User-Generated Content. Reviews und Kundenstimmen gehören in Kampagnen und Flows. In Kombination mit Punkt 3 (Surveys) wird daraus eine UGC-Maschine.
Zwei-Wege-Kommunikation. Der aus meiner Sicht unterschätzteste Punkt. Ein simples Text-Mail „Wie war Deine Erfahrung?” nach dem Kauf, ein „Warum kaufst Du nicht mehr?” vor dem Absprung – das erzeugt Feedback-Schleifen, die das ganze Unternehmen verbessern, und ISPs lieben Antworten auf Mails. Das ist im Übrigen komplett in line mit unseren Erfahrungen: Reply-Aufforderungen sind einer der einfachsten Deliverability-Hebel, die kaum jemand nutzt.
Adam geht in seinem Original noch tiefer auf die einzelnen Beispiele ein und zeigt echte Kampagnen. Kurz: Wenn Dein E-Mail-Programm nur aus „X % Rabatt”-Betreffzeilen besteht, ist dieser Artikel Pflichtlektüre – lies das Original. Besonders lohnt er sich für E-Commerce-Marken, die ihre Marge schützen und trotzdem regelmäßig senden wollen.