Bis vor Kurzem kannte jeder im E-Mail-Marketing das Kürzel „Yahoogle” – die gemeinsame Sender-Anforderungsfront von Gmail und Yahoo. Seit Mai 2025 gibt es ein neues Akronym, das du kennen musst: MAGY.

Microsoft, Apple, Gmail, Yahoo. Zusammen decken diese vier Anbieter über 90 Prozent der durchschnittlichen E-Mail-Liste ab. Und sie fordern jetzt alle dasselbe: vollständige Domain-Authentifizierung.

Paxton Nicholas von Klaviyo erklärt in diesem Artikel, was das für Versender bedeutet – und welche konkreten Schritte jetzt notwendig sind.

Was MAGY fordert – und warum

Die Anforderungen sind nicht neu: SPF, DKIM und DMARC waren schon lange als Best Practices bekannt. Was sich geändert hat, ist der Druck dahinter. Gmail und Yahoo haben Anfang 2024 die Anforderungen für Massenversender verbindlich gemacht. Microsoft zog im April 2025 nach – mit Enforcement-Datum 5. Mai 2025.

Inbox placement now depends on two things: your technical setup and your sending behavior.

Das ist für mich die entscheidende Aussage aus dem Artikel. Es geht nicht mehr nur darum, ob dein ESP technisch sauber ist – es geht um deine Domain, dein Versandverhalten, deine Geschichte als Absender. Kein Anbieter schützt dich hier komplett. Das musst du selbst in Ordnung bringen.

Was passiert, wenn du nichts tust?

Microsoft ist hier besonders klar: Nicht-authentifizierte Mails werden mit einem eindeutigen Bounce zurückgewiesen – Fehlercode 550, Klartext-Meldung. Das ist tatsächlich eine gute Nachricht, verglichen mit dem ursprünglichen Plan, solche Mails einfach stillschweigend zu verwerfen. Ein Bounce gibt dir ein Signal, ein stilles Unterdrücken tut das nicht.

Für Klaviyo-Nutzer gilt: Der entscheidende Schritt ist das Einrichten einer Branded Sending Domain. Das ist eine einmalige Konfiguration, die sicherstellt, dass deine Mails korrekt mit deiner eigenen Domain signiert werden. Danach: konsistent senden, nicht zwischen Domains wechseln, keine privaten Adressen (@gmail.com) als Absender nutzen.

Was ich dazu sage

Das ist Baustein 8 in meinem 10-Bricks-Modell – die technische Basis. Und ich sage immer dasselbe: Wenn dieser Baustein wackelt, nützen alle anderen nichts. Du kannst die besten Flows, die schönsten Templates und die cleverste Segmentierung haben – wenn die Mails nicht ankommen, war alles umsonst.

Lies den Originalartikel von Paxton Nicholas auf dem Klaviyo-Blog. Er enthält auch einen direkten Link zur Academy-Checkliste für MAGY-Compliance. Kurz: Wenn du nicht 100 Prozent sicher bist, ob deine Domain korrekt authentifiziert ist – prüfe es heute. Das ist keine optionale Aufgabe mehr.