According to the Harvard Business Review, 80% of new product launches fail.
Spektakuläre Produkte, schlechte Launches. Das ist kein Einzelfall – das ist Statistik. Und der häufigste Grund laut dem Harvard Business Review: Unternehmen investieren so viel in Entwicklung und Produktion, dass das Marketing zur Nachrangsache wird. Für alle, die einen eigenen E-Commerce-Shop betreiben, gibt es eine einfache Gegenmaßnahme.
Adam Kitchen von Magnet Monster erklärt in diesem Artikel seine 3-Mail-Strategie für Produktlaunches. Sie ist nicht revolutionär – aber effektiv. Und vor allem: sofort umsetzbar.
Die Logik dahinter
Bevor wir zu den drei Mails kommen, ein Punkt, der oft vergessen wird: Du hast bereits eine Liste von Menschen, die Dir vertrauen. Remarketing an Bestandskunden ist laut Forschungsdaten fünfmal günstiger als Neukundenakquise. Und eine Steigerung der Kundenbindungsrate um nur 5 % kann die Profitabilität um 25 bis 95 % erhöhen. Dein Verteiler ist das wertvollste Marketing-Asset, das Du besitzt – gerade beim Launch.
Phase 1: Pre-Launch — Spannung aufbauen
Ziel dieser Mail ist Vorfreude, nicht Information. GIFs, die einen Teaser zeigen. Der Satz „Kommt in zwei Tagen” oben in der Mail. Storytelling, das andeutet, dass Du an etwas Besonderem gearbeitet hast. Für VIP-Kunden (Hochkäufer der letzten 12 Monate) kann hier auch ein Pre-Order-Angebot funktionieren – wer zuerst die Chance bekommt, etwas zu kaufen, fühlt sich wertgeschätzt.
Phase 2: Launch-Announcement — Den Click verkaufen
Jetzt geht es darum, Traffic auf die Produktseite zu bekommen. Hochwertige Bilder, GIFs die das Produkt in Aktion zeigen, ein klarer CTA. Die Mail soll Lust machen, nicht erklären. Introductory-Angebote (ein zeitlich limitierter Preisvorteil zur Markteinführung) funktionieren gut, um den Erstverkauf zu beschleunigen – ohne die Margin dauerhaft zu belasten.
Phase 3: Deadline — Dringlichkeit erzeugen
24-Stunden-Warnung. Countdown-Timer, wenn möglich. Nochmal der CTA, nochmal das Bild. Diese Mail holt die Unentschlossenen ab. Adam betont dabei etwas, dem ich vollständig zustimme: Deadlines müssen echt sein. Wer einen Countdown-Timer nach Ablauf einfach neu startet, zerstört das Vertrauen der Abonnenten – und konditioniert sie, Dringlichkeit nicht mehr ernst zu nehmen.
Das Schöne an dieser Strategie: Sie funktioniert in Klaviyo als manuelle Kampagnenserie genauso gut wie als Flow für wiederkehrende Launches. Und sie lässt sich auf VIP-Segmente verengen, wenn Du nur an Bestandskunden mit bestimmtem Kaufverhalten senden willst.
Den vollständigen Artikel mit Beispiel-Mails und visuellen Beispielen findest Du direkt bei Magnet Monster. Kurz: Wenn Du in den nächsten Wochen ein neues Produkt lancierst und noch keinen E-Mail-Launch-Plan hast, ist das hier Dein Startpunkt.