Wer SMS-Marketing betreibt, kennt die Herausforderung: Man möchte wissen, ob die eigenen Zahlen gut, schlecht oder durchschnittlich sind – aber ehrliche Vergleichsdaten gibt es selten. Das ändert sich mit Klaviyos neuem Benchmark-Report.

Basis: 183.000 Kunden, aktualisiert für 2026. Das Ergebnis ist eindeutiger als erwartet.

Die Kernaussage

SMS flows account for just 7.6% of sends, yet drive 45.2% of total SMS revenue.

Das Muster ist identisch mit dem, was Klaviyo auch für E-Mail-Benchmarks zeigt – nur noch ausgeprägter. Flows sind bei SMS noch effizienter als bei E-Mail. Der Grund: SMS ist ein hochpersönlicher Kanal. Eine generische Kampagnen-SMS nervt. Eine getriggerte SMS, die exakt zu einer Handlung des Empfängers passt – ein abgebrochener Warenkorb, ein Preisfall, ein wieder verfügbares Produkt – fühlt sich relevant an und konvertiert entsprechend.

Die Zahlen im Detail

Klickraten: Flow-basierte SMS-Nachrichten erzielen eine Klickrate von fast 10 % im Durchschnitt. Top-Performer liegen über 16 %. Kampagnen erreichen im Vergleich die Hälfte. Der Unterschied ist kein Zufall – er liegt in der Relevanz und im Timing.

Neukundengewinnung: 64,4 % des Flow-generierten SMS-Umsatzes kommt von Neukunden (!!!). Bei Kampagnen sind es nur 20 %. SMS-Flows – insbesondere Welcome-Flows und Abandoned-Cart-Flows – sind damit nicht nur Retention-Tools, sondern überpoportional stark in der Erstkundenkonversion.

Revenue per Recipient (RPR): SMS-Flows erzielen im Schnitt etwa achtmal höheren RPR als Kampagnen. Die besten 10 % der SMS-Flows kommen auf über 5 US-Dollar RPR.

Das sind Zahlen, die ich sehr ernst nehmen würde. Nicht als Zielwerte – jede Branche hat ihre eigene Baseline. Sondern als Orientierung: Wo stehe ich relativ zu den besten?

Was Top-Performer anders machen

Der wichtigste Befund aus dem Benchmark-Report lautet: Top-SMS-Performer setzen auf Präzision statt Volumen. Wer mehr sendet, wird nicht automatisch besser. Wer relevanter sendet – zur richtigen Person, mit dem richtigen Anlass – schon.

Das bedeutet konkret:

  • Strikte Segmentierung (VIPs, High-Intent-Käufer, Produktinteressierte)
  • Intelligentes Frequency Management (Smart Sending aktiv lassen, außer bei wirklich wichtigen Aktionen)
  • Flows priorisieren vor Kampagnen

Das ist im Übrigen das Muster, das wir in Projekten immer wieder bestätigt sehen: Der erste SMS-Flow bringt oft mehr als die ersten zehn SMS-Kampagnen zusammen. Und ein gut funktionierender Cart-Abandonment-Flow rechtfertigt den Aufbau des gesamten SMS-Kanals alleine.

Für wen lohnt sich der Originalartikel?

Die Benchmark-Seite enthält interaktive Charts, die nach Branche filterbar sind: Klickraten, Bestellraten, Revenue per Recipient und Abmelderaten – aufgeschlüsselt für Fashion, Beauty, Health und mehr. Wer wissen will, wo er im Branchenvergleich steht, findet dort die relevanten Zahlen direkt. Besonders empfehlenswert für alle, die SMS bereits aktiv nutzen und ihre Performance einordnen wollen.