86 Prozent der Konsumenten kaufen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten lieber bei Marken, die sie bereits kennen. Das klingt wie eine gute Nachricht — ist aber auch eine klare Warnung: Wer jetzt keine echte Beziehung zu seinen Kunden aufgebaut hat, schaut in die Röhre.
Tracey Wallace von Klaviyo fasst in diesem Artikel die Ergebnisse einer eigens durchgeführten Umfrage unter 500 US-Konsumenten zusammen und leitet daraus drei konkrete Strategien ab, die Marken in wirtschaftlich angespannten Zeiten weiter wachsen lassen.
Was die Daten sagen
Neunzig Prozent (!!!) der Befragten gaben an, sich Sorgen über steigende Preise zu machen und selektiver beim Einkaufen zu werden. Gleichzeitig: 83 Prozent kaufen bevorzugt bei Marken, zu denen sie bereits eine Beziehung haben. Die Botschaft ist eindeutig — Bestandskunden sind gerade das wertvollste Asset, das du hast.
Strategie 1: Tech-Stack konsolidieren statt blind kürzen
Kosten senken ist sinnvoll. Aber Wallace unterscheidet sauber zwischen blindem Sparen und intelligentem Konsolidieren. Daily Harvest hat seinen fragmentierten Tech-Stack auf Klaviyo und Shopify vereinheitlicht und dabei die Technologiekosten um 18 Prozent gesenkt — während das Entwicklerteam gleichzeitig über 50 Stunden im Monat einsparte. Zwei Marketer managen heute das gesamte E-Mail-Programm.
In times of economic uncertainty, consumers and brands tend to do the same thing—turn to the familiar.
Strategie 2: Zero- und First-Party-Daten gezielt einsetzen
Wenn Neukundenakquise teurer wird, lohnt sich Retention umso mehr. Ruffwear, eine Outdoormarke für Hunde, nutzt Klaviyo Marketing Analytics, um herauszufinden, welche inaktiven Kunden am wahrscheinlichsten zurückkommen — und gibt nur genau diesen einen Rabatt. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Die durchschnittliche Rabattquote sank um 10 Prozent, der Gesamtumsatz wuchs trotzdem um 9 Prozent. Spitze Segmentierung schlägt breite Rabattierungsstrategie. Das ist übrigens Baustein 5 aus meinem 10-Bricks-Modell — Individualisierung statt Gießkanne.
Strategie 3: KI multipliziert die Effizienz des Teams
Harney & Sons, eine Tee-Marke in Familienbesitz, setzt Klaviyos Marketing Analytics ein, um Lücken in der Retention-Strategie zu identifizieren. Eine gezielte Reaktivierungskampagne an „At risk”- und „Needs attention”-Segmente erzielte einen AOV, der 21 Prozent über dem normalen Durchschnittsbestellwert lag. KI ersetzt hier keine Marketer — sie macht sie wirkungsvoller.
Was die schnellsten Marken gemeinsam haben
Wallace hat ausgewertet, was die am schnellsten wachsenden Shops auf der Klaviyo-Plattform gemeinsam haben. Kurze Zusammenfassung: mindestens eine Kampagne pro Woche, mindestens drei aktive automatisierte Flows, mindestens 66 Prozent der Sends über mindestens sechs Segmente verteilt, und eine Form-Conversion-Rate von mindestens 2,75 Prozent. Das sind keine Wünsche — das sind Benchmarks. Wer weiß, wo er steht, weiß auch, was als nächstes zu tun ist.
Lies den vollständigen Originalartikel von Tracey Wallace mit allen Case Studies und Zahlen direkt auf dem Klaviyo Blog: https://www.klaviyo.com/blog/3-ways-to-drive-revenue-amid-economic-uncertainty
Kurz: Wenn Du einen E-Commerce-Shop mit einem bestehenden Verteiler betreibst und noch kein konsequentes Segmentierungsprogramm fährst, ist dieser Artikel gerade Pflichtlektüre.